Ein paar Gedanken zur „Informationsflut“ im Netz

29. Juni 2011 § Hinterlasse einen Kommentar


Verglichen mit 2005 haben sich die Kosten für die Erzeugung, Erfassung, Verwaltung und Speicherung von Informationen auf ein Sechstel verringert.

so die Geschäftsführerin von EMC Deutschland, Sabine Bendiek, in einer Mitteilung zur Studie “Digital Universe“.

Einer Erhebung des Herstellers von Speichersystemen zufolge, soll allein in diesem Jahr ein zusätzliches Volumen von 1,8 Zettabyte erreicht werden. Böse (oder gut informierte?) Zungen behaupten, dass von diesen 90 % alleine auf Frauengespräche zurückzuführen sind. Und die restlichen 10 % aller jemals gesprochenen Worte sollen mindestens zur Hälfte aus den Ähm’s von Dr. Edmund Stoiber bestehen. Daher sollte diese Zahl natürlich nicht überbewertet werden.

Dennoch bleibt die Navigation in der Datenflut ein ernsthaftes Thema. Das Unterscheiden zwischen sinnvollen Daten (= Information) und sinnlosen Daten (= Rauschen). Digitale „Arbeit“ ist das Ausfiltern von (wenig) Information aus (viel) Rauschen. Daher ist es kein Wunder, dass das Anwachsen von Daten nicht mit einem Wachsen von Ordnung gleichzusetzen ist – das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen für Vermüllung und die abnehmende Bereitschaft zur sinnvollen Aufbereitung. In der Praxis sieht es oft noch so aus: Eine Menge Daten kommt an (Rauschen) und wird gefiltert (Information). Das Rauschen wird separat gespeichert, während neben der Speicherung der Information diese zusätzlich noch ausgedruckt wird. Nichts seit dem Buchdruck war für die Papierindustrie so wichtig, wie die Erfindung des Computers nebst Laserdrucktechnik.

PS: Die geschätzte Menge aller jemals von Menschen gesprochenen Worte würde digitalisiert 42 Zettabyte entsprechen.
Die Frage lautet doch eigentlich, wieviele Byte davon tatsächlich einen tieferen Sinn ergeben?

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