Neues zu: Leider ist dieses Video in Deinem Land nicht verfügbar :(

18. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Viele deutsche User ärgern sich seit längerem darüber, dass auf Grund von Urheberrechten manche Videos auf YouTube in ihrem Land nicht verfügbar sind. Zwar ist das einerseits verständlich, wenn aber ausgerechnet deutschsprachige Lieder von deutschen Künstlern in Deutschland nicht angeschaut weren können – schlicht unzeitgemäß und dem Verbrauchern schlecht vermittelbar. Zudem die Sperren auch ohne Weiteres umgangen werden können. Wie man Rechteinhaber und Zielpublikum zufriedenstellt, zeigte dieser Tage wieder Apple, das sich im Gegensatz zu Google mit der Gema auf ein Startpaket einigen konnte. Die „Blockierkriterien“ auf YouTube bleiben trotzdem undurchsichtig. 

Dass YouTube – bzw. dessen Mutterkonzern Google – Rechteinhabern erlaubt, mittels eines Redaktionssystems Inhalte auf YouTube zu löschen, kam jetzt während eines Rechtsstreits heraus, in den eine der schillernsten Figuren des Internets, Kim Schmitz, verwickelt ist. Dessen in Honkong ansässige Firma MegaUpload ermöglicht es, urheberrechtlich geschützte Daten zu beziehen. In Deutschland wird er von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) beobachtet, wozu deren Chef Matthias Leonardy meint: „Aus GVU-Sicht ist er ein ‚Pate‚ in der Szene der digitalen Hehler.“ 

MegaUpload klagte in den Vereinigten Staaten gegen die Sperrung eines Werbeclips mit der Begründung, man sei von allen auftretenden Künstlern autorisiert deren Zitate zu nutzen. Als Beleg wurde eine Vereinbarung mit dem Rapper Will.i.am präsentiert. Nun ist das Video auf YouTube wieder online. Aber es sei alles ganz anders, erklärt der mächtige Musikkonzern Universal in einer neuen Eingabe bei Gericht (als PDF): Man habe gar nicht die Sperrung des Clips bei YouTube beantragt. Man habe einen Vertrag mit YouTube, der es UMG erlaube, in vielen vertraglich festgehaltenen Fällen Videoclips direkt über ein Redaktionssystem zu sperren – nicht nur bei Urheberrechtsverletzungen. 

Also rlaubt Google bestimmten Rechteinhabern direkte Eingriffe in das Angebot auf seiner Videoplattform. In welchen weiteren Fällen, wenn es nicht „nur um Urheberrechtsverletzungen“ geht, bleibt offen. Google sagt dazu: „Unsere Partner haben nicht weitreichende Rechte, alles aus unserem Angebot zu entfernen, was ihnen nicht gefällt.“ In bestimmten Fällen könnten „Partner“ basierend auf exklusiven Verträgen mit Künstlern Live-Aufnahmen entfernen. Wer aber diese Partner sind, ob es mit allen Verträge gibt, ob es in diesen Verträgen nur um Live-Aufnahmen geht – all das bleibt unklar. 
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