Wie die „cloud“ uns verändert – Sherry Turkle in der FTD

14. Januar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Interview mit der FTD spricht Sherry Turkle über eine nachwachsende Generation, deren Kommunikationsfähigkeit auf idiotisch-narzistischen Stand zu verkümmern droht. 

Vor allem lernen Kinder nicht mehr, auch mal allein zu sein – diese Generation kennt nichts anderes als die ständige Verbindung. Das Gleiche sehen Sie bei Erwachsenen. In den USA holen die Leute an jeder Ampel das Handy raus und an der Supermarktkasse, und an der Bushaltestelle. Die Menschen ertragen es nicht, auch nur einen Moment alleine über etwas nachzudenken. Wir verlieren die Fähigkeit, allein zu sein – aber genau das ist das Fundament für gesunde Beziehungen. Das macht mir am meißten Sorgen. Meine andere Sorge ist, dass wir immer weniger Gespräche führen – aber erst im Gespräch mit anderen lernen wir Selbstreflexion. Das lernen Kinder nicht beim SMS-Schreiben.

Sherry Turkle ist klinische Psychologin und Professorin für Soziologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie seit vielen Jahren praktizierende Psychotherapeutin. Einen Namen als herausragende amerikanische Wissenschaftlerin hat sie sich schon frühzeitig erworben, seit sie sich mit Computern und den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine beschäftigt. Mit dem Erscheinen des Werkes „Wunschmaschine“ (Reinbeck 1984) wurde sie international berühmt.
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