Virtuelle Welten vs. Wald

21. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Aber ist die Arbeitswelt nicht tatsächlich belastender geworden. E-Mails, Smartphones, Erreichbarkeit rund um die Uhr?

Im Dreißigjährigen Krieg waren die Leute rund um die Uhr für die Schweden erreichbar. Das war viel unangenehmer.

Vielzitierte Antwort des Psychiaters Manfred Lutz in der Berliner Zeitung, der Burnout für keine Krankheit, sondern ein allgemeines Lebensproblem hält. 
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Bundesamt warnt vor Internet Explorer

17. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

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Die Bahn macht auf mobil (lesen Sie das Kleingedruckte)

17. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Er so „Nee, das ist kein gültiges Ticket, auf Tablet-PCs ist das nicht zugelassen.“

Ich so „Hm? Aber das Ticket habe ich doch mit dem Gerät über die DB-App gebucht und es wird mir ja hier sogar unter „Check“ zur Vorlage beim Schaffner angezeigt.“

Er so „Nee, das ist aber ein Tablet-PC, das „Mobile Ticket“ ist nur auf dem Smartphone gültig. Sie haben ja den Bestimmungen der App zugestimmt, da steht das ausdrücklich drin.“

weiter via antischokke.de

Lost Memories « Francois Ferraci

15. September 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Written, Directed and post-produced by Francois Ferracci via vimeo.com

«Holy Motors» von Leos Carax

31. August 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Frankreich/Deutschland 2012 | Regie: Léos Carax | Mit Denis Lavant, Edith Scob, Kylie Minogue | Kinostart: 30. August 2012 [Trailer via vimeo.com]

Was passiert, wenn die Grenzen verwischen und wir nicht mehr wissen, was ist noch Mensch, was Maschine? „Wenn ich die Leute in der Pariser Metro sehe“, so der Schauspieler Denis Lavant, „mit ihren Kopfhörern, ihren iPhones, immerzu mit einer anderen Welt verbunden, ist ihr Geist ganz woanders. Sie sind nicht mehr in der Realität. Das macht mir Sorgen. Diese Schnittstelle der Kommunikation, so nützlich und wunderbar sie ist – was die Natur des Menschen angeht, macht sie mir Angst.“

Regisseur Léos Carax analysiert die Macht des Netzes. Spielen wir nur noch Rollen im Hamsterrad des World Wide Web? Wie Monsieur Oscar, der Protagonist seines Filmes? „Ich mag das Unsichtbare, aber das Virtuelle ist nicht das Unsichtbare oder nur dessen faule Version“, so Carax. „Das Unsichtbare ist bewohnt, während das Virtuelle uns als eine Welt dargelegt wird, die wir gerne bewohnen würden – eine Welt ohne jegliche Erfahrung, wie in virtuellen Kriegen, mit null Toten oder aus der Entfernung abgeschossenen Drohnen, in der wir keine Verantwortung mehr tragen.“

Guttenbergt Zuckerberg? Klickbots auch bei Facebook aktiv

31. Juli 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

We just don’t want to deal with Facebook anymore

Das amerikanische Startup Limited Run verabschiedet sich von Facebook. Als Begründung nennen die Macher der Shop-Plattform für Musiker und Künstler eine Entdeckung, die sie im Zuge einer Ad-Kampagne machten: 80 Prozent der Werbeklicks, für die sie bezahlen mussten, stammen von Bots. Die Frage darf erlaubt sein, ob Facebook auf diese Weise seine Werbeeinahmen künstlich hochtreibt?

Für ein neues Produkt hatte das New Yorker Startup eine Facebook-Ad-Kampagne gebucht. Bei der Auswertung stellten sie fest, dass laut ihrer eigenen Web-Statistik lediglich 20 Prozent der von Facebook gezählten und abgerechneten Klicks tatsächlich auf ihrer Website ankamen. Um einen eventuellen Fehler vorzubeugen, versuchten sie es mit anderen Statistik-Tools. Das Ergebnis: Mehr als 15–20 Prozent der Werbeklicks kamen auch hier nicht an.

Daraufhin entwickelte Limited Run ein eigenes Web-Statistik-Tool, mit dem sie feststellten, dass bei rund 80 Prozent der von Facebook abgerechneten Klicks JavaScript deaktiviert war, was wiederum ein Tracking per Analyse-Tool sehr schwer macht. Zudem widerspricht es eigenen Erfahrungen von Limited Run, demzufolge im Durchschnitt nur ein bis zwei Prozent der Nutzer JavaScript deaktiviert hatten. Daraufhin setzten die Gründer einen Page-Logger ein, der alle Seitenaufrufe trackte – und siehe da: 80 Prozent der Klicks stammten von Bots, automatischen Klickrobotern, die die Klickrate und damit auch die Kosten der Ads hochtrieben, aber nie für Konversions sorgen könnten.

Limited Run konfrontierte Facebook mit diesen Ergebnissen und bat um eine Stellungnahme, wer denn für die Bots verantwortlich sein könne. Darüber erhielten sie keine Auskunft, geschweige denn überhaupt eine Reaktion. Erste Erfahrungen mit dem Facebook-Support hatten sie aber schon gemacht: Nach dem Namenswechsel von Limited Pressing zu Limited Run sollte auch die Fanpage umbenannt werden. Nach mehreren Versuchen meldete sich ein Facebook-Mitarbeiter und bot ihnen den Namenswechsel an. Allerdings müsse das Startup dafür einwilligen, ein monatliches Werbebudget in Höhe von mindestens 2.000 US-Dollar freizugeben.

 

P.S. Laut dem MarketWatch-Experten Mark Hulbert ist die Aktie von Facebook trotz des jüngsten deutlichen Kursrückgangs (Ausgabepreis 38,00 US-Dollar) immer noch vergleichsweise zu hoch bewertet. Die Aktie müsste demnach auf 13,80 US-Dollar sinken, um fair bewertet zu sein.

Kansas City, du hast es besser « Das nächste Kapitel Internet

27. Juli 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Googles Produktmanager Minnie Ingersoll und James Kelly berichteten am Mittwoch in ihrem Firmen-Blog, dass Google gedenkt das Internet rasant zu beschleunigen. Allerdings vorerst nur in einem Pilotprojekt namens „Fiber“, in dem ein Glasfibernetz zur Verfügung gestellt wird. In diesem sind dann Geschwindigkeiten von 1000 Megabit pro Sekunde möglich. Zum Vergleich: In Deutschland erreicht die Telekom mit ihrem modernen VDSL-Netz derzeit 50 Megabit, mit dem die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen ermöglicht wird. Wobei die meisten Nutzer hierzulande aber Anschlüsse von 16 Megabit und weniger besitzen. Im veralteten Telefonnetz der USA sind die Geschwindigkeiten noch wesentlich geringer. 

„Das Ziel dieses Projekts ist es, zu experimentieren und zu lernen“, schrieben die beiden Produktmanager. Google will damit herausfinden, was Nutzer und Entwickler mit dem superschnellen Internet anstellen und wie es aufgebaut werden muss, damit es problemlos funktioniert. 

Wie der Internetkonzern am Mittwoch im firmeneigenen Weblog ankündigte, soll schon bald ein erster Test in den Städten Kansas City in Kansas und Kansas City in Missouri beginnen. Dazu werden die Metropolen in kleine Einheiten namens „Fiberhoods“ aufgeteilt. Interessierte Anwohner können sich hier bis 9. September für 10 Dollar registrieren. Melden sich in einer Fiberhood rund 10 % der Haushalte an, will Google die Glasfaseranschlüsse einrichten. 

Ein Anschluss mit 1 GBit/s sowohl Up- als auch Downstream und ohne Volumenlimit kostet 70 Dollar pro Monat. Der Vertrag läuft mindestens ein Jahr, eine Anschlussgebühr fällt nicht an. Zudem sind Google Drive mit einem Speichervolumen von 1 TByte und eine Anschlussbox enthalten. 

Für 120 Dollar pro Monat bei zwei Jahren Vertragslaufzeit, gibt es ein Paket mit 2 TByte, mit dem bis zu acht Sendungen synchron aufgezeichnet werden können. Dazu Hunderte Fernsehsender in HD samt Set-Top-Box, Googles Android-Tablet Nexus 7 als Fernbedienung und einem NAS.

Und eine dritte Variante: ein Zugang mit 5 MBit/s im Down- und 1 MBit/s im Upstream für einmalige 300 Dollar, ohne Volumenbeschränkung und mit der Garantie, dass der Dienst mindestens sieben Jahre lang zur Verfügung steht. Der Betrag kann auch in zwölf Monatsraten bezahlt werden.

Das Kind als Bio-Aktie « Götz Eisenberg

21. Juli 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nachts leuchten die Displays vom Bürgersteig zu meinem Balkon hinauf, die Glühwürmchen des digitalen Zeitalters. Die jungen Leute sitzen sich in Fastfood-Lokalen gegenüber mit vor Unruhe zuckenden und wippenden Beinen – unkonzentriert, nervös, flackernd – und fotografieren sich mit ihren Handys, als würde erst das Erscheinen auf dem Display die Authentizität der Situation und die Anwesenheit des Anderen verbürgen.

Götz Eisenberg analysiert auf den Nachdenkseiten den Wandel der Kindheit im digitalen Zeitalter

Hilary Hahn & Hauschka: „Draw a Map“

13. Juli 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

from Najork on Vimeo.

Informationelle Selbstbestimmung – Meldegesetz kippen!

8. Juli 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hatte der Bundestag am Abend des 28. Juni (EM-Halbfinale Italien  Deutschland) in nur 57 Sekunden die „Fortentwicklung des Meldewesens“ mit den Stimmen von CDU/CSU-FDP verabschiedet. Letztere inszenieren sich gerne als Hüter der Bürgerrechte und CSU-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner agiert gegen Facebooks nicht vorhandene Datenschutzrichtlinien. 

Das geplante Gesetz sieht vor, dass Privatfirmen bei den Einwohnermeldeämtern nicht nur Daten wie Name oder Adresse erfragen dürfen, sondern auch Umzüge oder Todesfälle. Bürger sollen zwar Widerspruch dagegen einlegen können, der aber nicht gilt, wenn die Firma bereits Daten des Bürgers hat. De facto: Wer seine Daten einmal einer Werbefirma oder einem Adresshändler zur Verfügung gestellt hat – etwa bei einem Preisausschreiben oder einer Katalogbestellung – kann dann nicht mehr verhindern, dass diese bis zu seinem Tod aktualisiert und weiterverkauft werden. 

Im ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 16. November 2011 war noch vorgesehen, dass man der Weitergabe der Daten zu Werbe- oder Adresshandelszwecken ausdrücklich zustimmen muss. In der vom Bundestag angenommenen Beschlussempfehlung des Innenausschusses wurde aus dieser Zustimmungslösung aber die kritisierte Widerspruchslösung. Experten vermuten allerdings, dass an der Neuregelung vor allem Adresshändler verdienen, die die Daten einmal von den Kommunen erwerben und dann an viele andere Firmen weiterverkaufen. 

Campact e.V. (Demokratie in Aktion) bietet die Möglichkeit, einen Appell an die Ministerpräsidenten der Länder zu unterzeichnen, mit dem der Verkauf der Daten noch gestoppt werden soll. 

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    konzipiert und entwickelt Webseiten. In der Freizeit sammelt er Fundstücke im Web …
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