Die Zukunft der Arbeit: Outsourcing immer wichtiger

16. Januar 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Vor vier Jahren produzierte das Satiremagazin The Onion einen Videoclip, in dem nicht mehr nur US-Firmen, sondern auch Angestellte ihre Arbeit für wenig Geld in Drittweltländer outsourcen und so Zeit für Onlinespiele haben. Nun berichtet das Verizon Business Security Blog, dass die Realität die Satire mittlerweile eingeholt hat: (…)

vollständiger Artikel unter heise.de

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Online texten verbessert schriftliche Ausdrucksfähigkeit bei Kindern

24. Juni 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Laut einer Studie des Schweizer Forschungszentrums Lesen der Pädagogischen Hochschule FHNW, lässt sich das Internet zur Verbesserung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit nutzen.

An der seit 2009 laufenden Studie waren 724 Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren der Kantone Aargau, Baselland und Zürich beteiligt. Die eine Hälfte der 44 Schulklassen bekam Zugang zu der Internetplattform «myMoment», auf der man freie Texte schreiben, lesen und sich darüber austauschen kann. Die zweite Gruppe nur Stift und Papier, um ihre Texte zu formulieren. Nach drei Jahren war deutlich zu erkennen, dass die Kinder mittels der Internetplattform ihre schriftlichen narrativen Fähigkeiten deutlich verbessert hatten.

Besonders bei sprachlichen, an der Textoberfläche sichtbaren Merkmalen war der Unterschied markant: Die Gruppe mit Internetanschluss verwendete häufiger zeitliche Wendungen wie „zuerst … danach“, spannungserzeugende Signalwörter wie „plötzlich“ oder „vorsichtig“ sowie emotional involvierende Adjektive und Verben wie etwa „erschrocken“ und „lachen“. Die Texte waren zudem lebendiger, mehr an die Leser gerichtet, denen sie gefallen sollen. Welche Texte die Leser mochten, konnten die Kinder den „häufig gelesenen Texten“ auf der Plattform entnehmen. Auch die Rechtschreibung war besser, obwohl diese nicht vom Lehrpersonal korrigiert wurde.

Bei der Gruppe mit Web-Unterstützung haben sich zudem die Geschlechterdifferenzen weniger ausgeprägt entwickelt, als sonst üblich. Hier profitieren Jungen stärker als Mädchen, denen der Computer vermutlich einen stärkeren Schreibanreiz bietet. Bei der Papier-Gruppe entwickelten nur die Mädchen bessere Schreibfähigkeiten.

Teamleiter Prof. Dr. Hansjakob Schneider ist der Ansicht, dass sich die Plattform für den schulischen Sprachunterricht eignet: „Die Plattform MyMoment könnte zudem so weiterentwickelt werden, dass die Kinder nicht nur lernen, besser erzählend zu schreiben, sondern auch besser Anleitungen zu verfassen oder Texte zu überarbeiten.“

Fremdes Foto auf Facebook-Pinnwand: Vertragsstrafe, Unterlassungserklärung, Schadensersatz

10. April 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die durchschnittliche Facebook-Pinnwand eines 16-Jährigen ist 10.000 Euro Abmahnkosten wert, wenn denn jede Urheberrechtsverletzung abgemahnt werden würde.

Weisungsfrei und unabhängig: Juraprofessor zerlegt Studie zu Warnmodellen

2. März 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer Musik oder Filme mutmaßlich illegal tauscht, soll vom Provider verwarnt werden. So wollen es Rechte-Inhaber und Politik. Ein Gutachter aber hält das für rechtswidrig.

    Ein Internetnutzer erhält von seinem Provider eine Nachricht. „Über die IP-Adresse, die Ihrem Anschluss zugeordnet wurde, ist mutmaßlich illegal kopiertes Material hoch- oder heruntergeladen worden“, steht darin. Und weiter: „Das hat der Rechteinhaber dieses Materials festgestellt. Er hat uns beauftragt, Ihre Identität festzustellen und Sie zu verwarnen. Sollten wir Sie mehrmals verwarnen müssen, wird der Rechteinhaber vor Gericht Auskunft von uns über Sie, den Anschlussinhaber, verlangen und weitere Schritte einleiten.“

    So könnte ein Warnmodell zur Abschreckung von Filesharern aussehen. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat vor einigen Wochen eine Studie der Fachhochschule Köln vorgestellt, in der ein solches „vorgerichtliches Mitwirkungsmodell“ für Deutschland vorgeschlagen wird. Doch ein Gegengutachten, in Auftrag gegeben vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco, kommt zu dem Schluss, solche Modelle seien in mehrerlei Hinsicht rechtswidrig.

    Während der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto die BMWi-Studie noch ausdrücklich als „eine wertvolle Grundlage für die weitere Diskussion in puncto Bekämpfung der Internetpiraterie“ bezeichnet hatte, wollen die Provider unter den eco-Mitgliedern die Einführung von Warnmodellen verhindern. Sie haben kein Interesse daran, die nötige Infrastruktur auf eigene Kosten aufzubauen und dafür auch noch den Ärger ihrer Kunden auf sich zu ziehen. Sie wollen neutrale Anbieter von Internetzugängen bleiben und keine Verantwortung für das übernehmen, was ihre Kunden mit diesen Zugängen anstellen.

    Mitte März will Staatssekretär Otto darüber mit den betroffenen Unternehmen diskutieren und „noch im ersten Halbjahr 2012 zu einer Entscheidung kommen.“ Angesichts der Argumente aus dem 40-seitigen Gegengutachten von eco, das ZEIT ONLINE vorliegt, ist schwer vorstellbar, dass es soweit kommt.

    Angefertigt hat es der Juraprofessor Thomas Hoeren von der Universität Münster. „Weisungsfrei und unabhängig“, steht in der Einleitung.

    Die Einschätzung der Fachhochschule Köln, die Warnhinweise könnten in Deutschland eingeführt werden, da dies aus datenschutzrechtlicher, europa- und verfassungsrechtlicher Sicht zulässig sei, teilt Hoeren nicht: „Gegen das vorgeschlagene Warnhinweismodell bestehen sowohl aus politischer, praktischer, technischer als auch aus rechtlicher Sicht erhebliche Bedenken“, schreibt er.

    Hoeren hat eine ganze Reihe von Kritikpunkten. Ein zentraler Einwand gegen Warnhinweise sei die „Privatisierung der Rechtsdurchsetzung“. Das Modell führe „im Kern dazu, dass Private Befugnisse erhielten, die eigentlich (Strafverfolgungs-)Behörden oder den Gerichten vorbehalten sein sollten. Denn das Modell sieht vor, dass die Zugangsanbieter lediglich auf Hinweis der Rechteinhaber ihre Kunden verwarnen und in die Verstoßliste aufnehmen. Die rechtliche Einzelfallprüfung, ob tatsächlich ein Verstoß gegen geltendes Recht vorliegt, können die Zugangsanbieter schlechterdings nicht leisten.“

    Ein weiteres: „Denn den Nutzern stehen keine entsprechenden außergerichtlichen Instrumentarien zur Verfügung, mit denen sie sich gegen unberechtigte Verstoßvorwürfe wehren könnten“, heißt es im Gutachten. Das sei hinsichtlich der Unschuldsvermutung „bedenklich“.

    Vor einer „Privatisierung der Rechtsdurchsetzung“ hatte zuvor schon der Verein Digitale Gesellschaft in einem Schattenbericht zur Studie der Fachhochschule Köln gewarnt. Der Vereinsvorsitzende und Blogger Markus Beckedahl sagte: „Internetanbieter und Hoster werden damit gleichzeitig zu Richtern und Hilfspolizisten in Personalunion gemacht. Diese Maßnahme durchbricht ein ehernes Prinzip: Der Internetanbieter ist nicht für die transportierten Inhalte haftbar und soll sich ausdrücklich nicht um diese kümmern. Die Post schickt Ihnen auch keinen Warnbrief, wenn Sie eine Kopie eines Zeitungsartikels verschicken.“

    Auf den Schattenbericht bezieht sich Hoeren auch selbst. Unter dem Punkt Falsche Zuordnung von IP-Adressen verweist er auf das Argument der Digitalen Gesellschaft, dass Inhaber eines Internet-Anschlusses nicht immer auch die Benutzer hinter einer IP-Adresse sind: „Oftmals werden Internetverbindungen mit einer großen Anzahl fremder Personen geteilt, sei es absichtlich oder unabsichtlich. Darüber hinaus kommt es immer öfter zu Sicherheitslücken in Systemen. Diese machen sich Kriminelle zunutze und verwenden ‚gehackte‘, fremde Internetzugänge für Rechtsverstöße. Darüber hinaus setzen Nutzer zunehmend Anonymisierungstools ein.“

    Ganz im Sinne von eco beschreibt der Juraprofessor zudem, wie „das Warnhinweismodell im Ergebnis einseitig die Interessen der Rechteinhaber stärkt“. Die Zugangsanbieter – viele von ihnen sind bei eco organisiert – müssten dagegen „befürchten, gegenüber ihren Kunden als ‚moralisch‘ Verantwortliche für das Vorgehen der Rechteinhaber dazustehen.“

    Ganze 17 Seiten des Gutachtens widmen sich allein dem Abgleich mit geltenden Gesetzen. Dabei kommt Hoeren zu dem Schluss, dass eine Vereinbarkeit mit EU-Recht „zweifelhaft“ und mit dem Fernmeldegeheimnis nicht möglich sei. Aus datenschutzrechtlicher Sicht sei das Modell zumindest „äußerst bedenklich“.

    Oliver Süme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von eco, fasst das Gutachten knapp zusammen: „Es zeigt sich, dass das vorgeschlagene Verfahren rechtswidrig ist und als Grundlage für die weitere Diskussionen wenig taugt.“

    In seinem eigenen Fazit schreibt Hoeren, die Etablierung eines Warnhinweismodells würde weitergehenden Maßnahmen wie Internetsperren den Weg ebnen, wie sie von den Rechteinhabern auch immer wieder gefordert würden. Die Autoren der BMWi-Studie schließen solche Maßnahmen zwar aus, und auch die Bundesregierung hat sich – zuletzt in Person von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) – eindeutig gegen Netzsperren ausgesprochen. Aber der Jurist denkt offenbar an künftige Regierungen – und an den Grundsatz der Netzsperren-Gegner seit den Protesten gegen das Zugangserschwerungsgesetz: Wehret den Anfängen.

      Consuming Kids: The Commercialization of Childhood | cinema politica

      24. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

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      Consuming Kids throws desperately needed light on the practices of a relentless multi-billion dollar marketing machine that now sells kids and their parents everything from junk food and violent video games to bogus educational products and the family car. Drawing on the insights of health care professionals, children’s advocates, and industry insiders, the film focuses on the explosive growth of child marketing in the wake of deregulation, showing how youth marketers have used the latest advances in psychology, anthropology, and neuroscience to transform American children into one of the most powerful and profitable consumer demographics in the world. Consuming Kids pushes back against the wholesale commercialization of childhood, raising urgent questions about the ethics of children’s marketing and its impact on the health and well-being of kids.

      „Unsäglich albern“ – Kritik an Joachim Gauck

      21. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

      Kaum war Joachim Gauck mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP, CDU und CSU zum künftigen Bundespräsidenten nominiert, wurden im Internet Kritikpunkte an seiner Person laut, die auch die Kehrseiten einer Mediokratie aufzeigen. Vornehmlich über die Meinungsvervielfältiger Twitter und Facebook wurden aus dem Kontext gerissene Zitate als Beleg dazu hergenommen, ihn als Befürworter eines Spitzel-Staates, der Bankenmacht, der Vorratsdatenspeicherung und von Thilo Sarrazins Thesen über Migranten zu beschreiben. Zwar zeigten kompetente Blogger wie Sascha LoboAnatol Stefanowitsch oder Patrick Breitenbach den Weg solch „organisierter Empörung“ auf, die sich aus unterschiedlichen Richtungen und Gründen mit 140 Zeichen speist, aber eventuelle substantielle Kritik wird auch dadurch entwertet, wenn sie neben Quatsch-Kritik steht. 

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      Neues zu: Leider ist dieses Video in Deinem Land nicht verfügbar :(

      18. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

      Viele deutsche User ärgern sich seit längerem darüber, dass auf Grund von Urheberrechten manche Videos auf YouTube in ihrem Land nicht verfügbar sind. Zwar ist das einerseits verständlich, wenn aber ausgerechnet deutschsprachige Lieder von deutschen Künstlern in Deutschland nicht angeschaut weren können – schlicht unzeitgemäß und dem Verbrauchern schlecht vermittelbar. Zudem die Sperren auch ohne Weiteres umgangen werden können. Wie man Rechteinhaber und Zielpublikum zufriedenstellt, zeigte dieser Tage wieder Apple, das sich im Gegensatz zu Google mit der Gema auf ein Startpaket einigen konnte. Die „Blockierkriterien“ auf YouTube bleiben trotzdem undurchsichtig. 

      Dass YouTube – bzw. dessen Mutterkonzern Google – Rechteinhabern erlaubt, mittels eines Redaktionssystems Inhalte auf YouTube zu löschen, kam jetzt während eines Rechtsstreits heraus, in den eine der schillernsten Figuren des Internets, Kim Schmitz, verwickelt ist. Dessen in Honkong ansässige Firma MegaUpload ermöglicht es, urheberrechtlich geschützte Daten zu beziehen. In Deutschland wird er von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) beobachtet, wozu deren Chef Matthias Leonardy meint: „Aus GVU-Sicht ist er ein ‚Pate‚ in der Szene der digitalen Hehler.“ 

      MegaUpload klagte in den Vereinigten Staaten gegen die Sperrung eines Werbeclips mit der Begründung, man sei von allen auftretenden Künstlern autorisiert deren Zitate zu nutzen. Als Beleg wurde eine Vereinbarung mit dem Rapper Will.i.am präsentiert. Nun ist das Video auf YouTube wieder online. Aber es sei alles ganz anders, erklärt der mächtige Musikkonzern Universal in einer neuen Eingabe bei Gericht (als PDF): Man habe gar nicht die Sperrung des Clips bei YouTube beantragt. Man habe einen Vertrag mit YouTube, der es UMG erlaube, in vielen vertraglich festgehaltenen Fällen Videoclips direkt über ein Redaktionssystem zu sperren – nicht nur bei Urheberrechtsverletzungen. 

      Also rlaubt Google bestimmten Rechteinhabern direkte Eingriffe in das Angebot auf seiner Videoplattform. In welchen weiteren Fällen, wenn es nicht „nur um Urheberrechtsverletzungen“ geht, bleibt offen. Google sagt dazu: „Unsere Partner haben nicht weitreichende Rechte, alles aus unserem Angebot zu entfernen, was ihnen nicht gefällt.“ In bestimmten Fällen könnten „Partner“ basierend auf exklusiven Verträgen mit Künstlern Live-Aufnahmen entfernen. Wer aber diese Partner sind, ob es mit allen Verträge gibt, ob es in diesen Verträgen nur um Live-Aufnahmen geht – all das bleibt unklar. 

      Seen and not seen – Talking Heads

      18. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

      He would see faces in movies, on TV, in magazines, and in books
      He thought that some of these faces might be right for him
      And through the years, by keeping an ideal facial structure fixed in his mind
      Or somewhere in the back of his mind
      That he might, by force of will, cause his face to approach those of his ideal
      The change would be very subtleIt, might take ten years or so
      Gradually his face would change its‘ shape
      A more hooked nose, wider, thinner lips, beady eyes, a larger forehead

      He imagined that this was an ability he shared with most other people
      They had also molded their faced according to some ideal
      Maybe they imagined that their new face would better suit their personality
      Or maybe they imagined that their personality would be forced to change to fit the new appearance
      This is why first impressions are often correct
      Although some people might have made mistakes
      They may have arrived at an appearance that bears no relationship to them
      They may have picked an ideal appearance based on some childish whim, or momentary impulse
      Some may have gotten half-way there, and then changed their minds

      He wonders if he too might have made a similar mistake

      – Talking Heads: Remain in Light, 1980

      Everything is fine « TIME Magazin

      30. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

      Tim1_500Tim2_500

      Währenddessen im Rest der Welt …

      Einigkeit und Recht und Freiheit ?? Ruhr City Blog

      14. Oktober 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

      Ruhr City Blog via youtube.com
      Einigkeit und Recht und Freiheit, das geht nicht immer zusammen. Da muss man sich auch mal entscheiden …
      Wie Medien Poitik verkaufen und wie die Konsumenten Medien kaufen.
      Eine Videocollage über die deutsche Medienlandschaft und ihre Macht.

      Wo bin ich?

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